In diesem Jahr wurde das Kindervogelschießen erstmals den Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 13 Jahren ermöglicht. Dass der Schützenverein damit die richtige Entscheidung getroffen hatte, konnte man schnell an der Teilnehmerliste des diesjährigen Kindervogelschießens erkennen. Sieben Mädchen und sechs Jungen hatten sich in die Schießliste eintragen lassen und fieberten den ersten Schüssen entgegen. Unter der fachkundigen Leitung der Kinderkommission wurde Schuss für Schuss auf den Holzvogel abgegeben, und nach einer halben Stunde war die Wirkung für jedermann sichtbar. Der Vogel verlor den linken Flügel und drehte sich um 90 Grad im Uhrzeigersinn. Stück für Stück drehte sich der schon stark perforierte Vogel weiter.
Um 11:40 Uhr wurde der Zustand in Augenschein genommen, um den Kindern danach präzise Angaben machen zu können, wo sie künftig hinzielen sollten. Dies gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht. Der zwischenzeitlich einsetzende Wind und einzelne Böen sorgten im wahrsten Sinne des Wortes für zusätzliche Bewegung. Zwischenzeitlich musste man sogar fürchten, dass der Wind den Vogel aus dem Kasten holt. Mit dem 174. Schuss beendete der 12‑jährige Till Körfer vom Dannenberg um 12:05 Uhr diese Sorgen und brachte mit einem gezielten Treffer den Vogel zu Fall. Damit machte er Dannenberg nach 2017 wieder zum Königsdorf. Zu seiner Kinderkönigin erwählte er die 13‑jährige Amelie Göldner aus Müllenbach.
Während auf der einen Seite die Kinder um Ruhm und Ehre kämpften, fand parallel das spannende Stoppenschießen seine Fortsetzung. Mit der Quote von über 69 % vom ersten Wettkampftag am vergangenen Wochenende wurden die „Montagsschützen“ zusätzlich unter Druck gesetzt. Wer diesem Druck standgehalten hat und wem die Nerven einen Streich spielten – das wird im nächstjährigen Festbuch zu lesen sein.
Der Familienfrühschoppen in der Festhalle war ebenfalls gut besucht. Auch die Möllenbicker Königstafel hatte einen großen Anteil daran und war in diesem Jahr wieder zahlreich vertreten. Zusammen mit den damaligen Hofmarschallpaaren ließen sie sich das bunte Programm des Musikvereins Hoffnung Hünsborn schmecken und nutzten die Zeit, um über die Eindrücke des aktuellen und früherer Schützenfeste zu reden.











