Schützenfest

Kommers 2022 – Großer Ehrenbrief für Stefan Betat

Veröffentlicht

Unter der Leitung des Dirigenten Bruno Stracke veranstaltete der Musikverein Hoffnung Hünsborn ein abwechslungsreiches Platzkonzert an der Friedenseiche in der Dorfmitte. War es die Neugier auf das wieder stattfindende Schützenfest, die Liebe zur Marschmusik oder einfach die Vorfreude aufs 465. Schützenfest? Zahlreiche Schützen und Bewohner des Müllenbacher Kirchspiels genossen die Einstimmung auf drei fröhliche und harmonische Schützenfesttage. Pünktlich um 18 Uhr startete das Kontrastprogramm. Mit ohrenbetäubenden Bollerschüssen machte die Dicke Berta auf sich aufmerksam und eröffnete das diesjährige Schützenfest.  

An die 100 Schützen, unter ihnen auch eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Dannenberg-Müllenbach, konnte Hauptmann Thomas Schenk beim ersten Antreten begrüßen und traditionell führte der erste Weg auf den Friedhof zur Kranzniederlegung und dem Gedenken der unzähligen Verstorbenen der beiden Weltkriege, aber natürlich auch der Toten und Verletzten das aktuellen Krieges in Europa.  

Die Wehrkirche öffnete anschließend die Pforten für die ankommenden Schützen, die unter den gewohnten Klängen von „Tochter Zion“ in die Kirche einzogen. Die Einstimmung in den interaktiven Gottesdienst übernahm der MGV Müllenbach unter der Leitung von Ralf Zimmermann „Mir sin wir mer sin“. Pfarrer Maik Sommer feierte nun seine Premiere und begrüßte die Männer auf äußerst humorvolle Art und Weise. „Jesus ist keine Spaßbremse“ konnte als Kernbotschaft der Predigt jeder Schütze mit in die kommenden Schützenfesttage aus der Kirche nehmen. Auch mit dem zweiten Lied „Oh Lord“ nahm der MGV die Gottesdienstbesucher mit in seinen Bann. Mit Applaus nach den beiden Vorträgen des MGV, aber auch nach dem Schlusssegen endete ein Gottesdienst der besonderen Art. 

In der gut besuchten Schützenhalle eröffnete der 1. Vorsitzende Carl-Christoph Pietschmann den Kommers. Nach der Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste traten die Gastredner ans Mikrofon. Die Totenehrung, die Hauptmann Thomas Schenk zu Ehren der verstorbenen Schützen, die in den vergangenen drei Jahren seit dem letzten Schützenfest von uns gegangen sind, wurde in absoluter Stille vollzogen. Lediglich die Klänge des Musikvereins unterstrichen die Würdigung der Verstorbenen.  

Im Verlauf des Weiteren Abends galt es, die verdienten Schützen für ihre langjährige Unterstützung und Treue zum Verein zu ehren. Zwei Schützen können auf eine 70-jährige Zugehörigkeit zum Müllenbacher Schützenverein zurückblicken. Im Jahre 1972 sind 7 Männer eingetreten, die heute noch aktiv sind und zehn Jahre später wiederum 19 Schützen. Auf ihr 25-jähriges Jubiläum können 21 Schützen stolz sein. 

Folgenden Schützen wurde eine besondere Ehre zu Teil: 

Den kleinen Verdienstorden für treue Dienste erhielten Chris Isenburg (Offizier), Sebastian Göldner und Andreas Raue (beide Kassierer). 

Der große Verdienstorden wurde an Julian Schenk (Offizier und Hallenkommission) und Marco Hombitzer, der aufgrund seiner Entfernung zum Wohnort Aachen nun den aktiven Dienst bei den Fahnenträgern beendet, verliehen.  

Den Orden des Grafen zu Möllenbick erhielten für ihre herausragenden Verdienste für den Schützenverein der ausscheidende Oberleutnant Thomas Voß, der amtierende Geschäftsführer Holger Bahs, Hauptmann Thomas Schenk und Dr. Stefan Viebahn, der das Amt als Vorsitzender der Festbuchkommission in diesem Jahr abgegeben hat. 

Den Höhepunkt des Kommerses stellte aber die Verleihung der höchsten Auszeichnung des Vereins dar: Der Ehrenbrief wurde an Stefan Betat verliehen. Seit 1987 ist er als Kassierer aktiv. Im Jahre 2004 wurde er zum Vorstandsassistenten gewählt und von 2007 bis 2022 hat er die Kassiererkommission geleitet. 

Mit dem Müllenbacher Schützenmarsch endete der Kommers kurz vor Mitternacht und die Vorfreude auf die kommenden Tage war in vielen Gesichtern abzulesen.